Am Morgen ging ich mit den Hunden zur Bäckerei und kaufte frische Brötchen für alle, damit die Reisenden etwas hatten, worin sie ihre Sandwiches füllen konnten. Um 9:30 Uhr verabschiedeten wir uns voneinander und sie machten sich auf den Weg nach Cadiz in Spanien.

Auch ich machte mich fertig, lud die Vierbeiner ins Auto und wir machten uns auf den Weg in die Stadt Olhão. Die Hunde verhielten sich an diesem Morgen sehr interessant. Es war, als hätten sie es satt, eine Woche lang am selben Ort zu campen, und wollten unbedingt, ja forderten sogar, dass wir woanders hinfahren und etwas Neues entdecken. Ich verstehe sie, denn seit unserer Ankunft letzte Woche haben wir nur einen Ausflug mit ihnen unternommen. Unsere gemeinsamen Spaziergänge fanden immer im Wald und am Meeresufer statt, dann ließen wir sie zu Hause und erkundeten die weitere Umgebung mit Ingrids Auto, nur wir Zweibeiner. Ich glaube, sie hatten genug davon. Ingrid sagte ihnen vor ihrer Abreise, dass sie „ihre Mama zurückgeben würden”. Und ich glaube, sie haben das verstanden, deshalb waren sie so glücklich, als ich ihnen ihre Sicherheitsgurte anlegte und sie ins Auto springen konnten.

Die Sonne schien wunderschön in Olhão. Ich parkte am Strand und wir machten einen langen Spaziergang. Zu unserer Linken lagen Motorboote und Segelboote mit dem Meer unter und hinter ihnen, und zu unserer Rechten befand sich das Marktgebäude, dessen Bau 1912 begonnen hatte. Wegen der Hunde konnte ich nicht hineingehen, daher weiß ich nicht, ob es noch als Markt dient, aber ich weiß, dass es auf der Meerseite Restaurants gibt. Nach unserem Spaziergang setzte ich mich an einen der sonnigen Tische und bestellte Calamari mit Salat und ein Glas trockenen, kalten Weißwein. Wir genossen die Sonne, die Kinder lagen friedlich herum und tranken gelegentlich aus der großen Wasserschüssel, die man ihnen gebracht hatte. Um uns herum genossen viele Menschen das strahlende Sonnenlicht, die Möwen, die über uns kreisten und kreischten, den Anblick der weiten Wasserfläche und das Rauschen der Wellen.

Zwischen der Strandpromenade und der Straße befand sich ein hübscher kleiner Park mit Bäumen (sehr zur Freude von Zserbo), Rasenflächen (sehr zur Erleichterung von Panka) und Bänken (für müde Spaziergänger). Das Parken war überraschend günstig: Ich zahlte 1,50 € für zweieinhalb Stunden. In Balatonfüred wäre es wohl doppelt so viel gewesen. Mindestens.

Am Abend arbeitete ich an den Berichten für Samstag und Sonntag. Als meine Augen vom Starren auf den Bildschirm blutunterlaufen waren, ging ich ins Bett, anstatt sie zu reiben.